Blaskapelle Altenstadt e. V.
Von rechts: Heiland Josef, Eberle Magnus, Lang Josef, Socher Josef, Lederle Ulrich, Weiß Mathäus, Eberle Jakob

125 Jahre Blaskapelle Altenstadt 1879 - 2004

Ersten Überlieferungen zufolge hat schon vor 1879 in Altenstadt eine Musikkapelle bestanden. Denn in einer Chronik steht geschrieben, dass im Jahr 1879 eine Kapelle wieder neu gegründet wurde.Folgende Musiker sind als die Gründer dieser Musikkapelle genannt:Eberle Jakob, Knappich Damian, Socher Josef (Dirigent), Lang Josef, Heiland Josef, Weiß Matthäus, Lang Georg, Nuscheler Franz. Im Jahre 1880 spielte die Kapelle zum 700-jährigen Jubiläum der Wittelsbacher. Sie erhielt dafür 10,50 Mark. 1881 wurde die Käsküchen Einweihung musikalisch umrahmt. 1887 war feierliche Installierung von Pfarrer Heinrich Klein. Im Juli 1894 fuhr man mit bekränztem Wagen und Pferdegespann nach Rottenbuch zur Fahnenweihe des dortigen Veteranenvereins. Bei der Fahnenweihe des hiesigen Veteranenvereins am 12. Mai 1895 gab die Kapelle den musikalischen Rahmen.Am 18. August 1895 beteiligte sich die Kapelle bei der Kriegerdenkmal-Einweihung in Schongau. Im Oktober 1898 war feierliche Inbetriebnahme der Wasserleitung von Schwabsoien nach Altenstadt. Es wurde Salut geschossen und die Musik spielte auf. 1899 ging es zum Veteranenfest mit Fahnenweihe nach Burggen. Im Juli 1903 war in Altenstadt feierliche Einweihung des Kriegerdenkmals. Am 15. August 1906 umrahmte die Kapelle die Primizfeier des Hochw. H. Theodor Steidele musikalisch.Nachdem im Jahre 1911/12 Herr Leonhard Nuscheler seine Militärdienstpflicht bei einer Militärmusikkapelle abgeleistet hatte, wurde er beauftragt, die hiesige Kapelle als Dirigent zu übernehmen unddurch junge Kräfte zu ergänzen. Dank seiner Begabung und Schulung ist ihm dies hervorragend gelungen.

Kapelle "Harmonie" Altenstadt 1913 Direktion L. NuschelerDie Musiker zu dieser Zeit auf diesem Bild von rechts nach links:Socher Josef, Heiland Josef, Eberle Magnus, Holl Alex, Socher Ferdinand, Berkmüller Andreas, Nuscheler Leonhard, Lederle Xaver, Brenner Heinrich, Lang Josef, Lederle Ulrich, Engstler Josef, Jaud Josef

 

 

Bis zur Mobilmachung am 1. August 1914 konnte ein blühendes Musikleben registriert werden, das durch den 1. Weltkrieg jäh beendet wurde.Viele Musikanten kamen vom Ersten Weltkrieg nicht mehr zurück und folgende 8 Musikanten mussten wieder eine neue Kapelle aufbauen: Josef Heiland, Magnus Eberle, Alex Holl, Xaver Lederle, Josef Lang, Ulrich Lederle und Josef Jaud.In den Jahren 1924-26 war es Lorenz Nuscheler, der eine kleine Musikkapelle zusammentrommelte. Sie spielten hauptsächlich auf Hochzeiten und zur Tanzmusik.Um die finanzielle Seite der Kapelle aufzubessern, wurde 1926 ein Musikverein gegründet. Er nannte sich „Musikverein Harmonie Altenstadt“ und umfasste 94 Mitglieder im Jahre 1927. Auch wurden 35 Statuten herausgegeben. Unter Status 4 hieß es z.B.: Aktives Mitglied kann jeder anständige, mindestens der Schule entlassene Mann von untadelhaftem Charakter werden, der die nötigen musikalischen Anlagen besitzt. Statut 8 lautet: Die aktiven Mitglieder haben die Verpflichtung, sowohl bei den Proben, als auch bei den Aufführungen mitzuwirken und den Anordnungen des Vorstandes sowie des Musikleiters unbedingt Folge zu leisten. Wer nicht wenigstens die der Hauptprobe vorausgehenden drei Proben sowie die Hauptprobe selbst mitmacht, darf bei der Aufführung nicht mitwirken.Die Vorstände des Vereins waren: von 1926-27 Josef Ried, von 1927-28 Max Wenzel und ab 1928 Michael Kögl. 1934 löste sich der Verein auf.

Die Musikkapelle von 1926/27 von links nach rechts:Lederle Xaver, Schiele Martin, Neumeier Michael, Haslach Michael, Völk Josef, Bind Emil (Dirigent), Völk Xaver, Müller Josef, Berkmüller Magnus, Strommer Ulrich, Echtler Hans und Ried Peter.Nicht auf dem Bild: Nuscheler Willi, Stoß Matthias, Heiserer Josef. In den Jahren 19928/29 fingen Holl Josef und Haberstock Martin bei der Kapelle an.

Auf vielfachen Wunsch übernahm am 1.9.1927 Herr Leonhard Nuscheler wieder das Amt des Dirigenten – er hatte es schon einige Jahre vor dem 1. Weltkrieg inne – und war es bis 1945. Ab den Jahren 1934/35 spielten Kirchbichler Kaspar, Haberstock Ferdinand, Berkmüller Andreas, Lang Ludwig, Högg Josef und Ranz Josef bei der Kapelle mit.Unter der Leitung von Leonhard Nuscheler nahm die Musikkapelle wieder einen großartigen Aufschwung und erlebte eine gewisse Blütezeit bis 1939. Er komponierte auch einige Märsche. So trat die Kapelle bei zahlreichen örtlichen Anlässen, ob traurig, lustig oder festlich auf. Auch bei vielen auswärtigen Veranstaltungen war sie mit von der Partie, so in Schongau, Kaufbeuren, München, Leeder, Sachsenried, Obermeitingen und Römerkessel.Bei einer Großkundgebung am 5. November 1933 in München traten sie nach einer Militärmusikkapelle auf und versetzten mit ihrer schmissigen Musik die Zuhörer in Hochstimmung, so dass bald der ganze Saal Kopf stand. Die Militärmusiker räumten heimlich still und leise das Feld.Während des Krieges konnten gerade noch einige Mann zusammengebracht werden, um wenigstens bei der Beerdigung von gefallenen Kriegern zu spielen. Nicht mehr heimgekehrt sind die Musiker Völk Josef und Strommer Ulrich. Nach dem Krieg, im Sommer 1945, war es Peter Ried, der die Musiker wieder zusammenrief und Dirigent der Kapelle wurde. Zu dieser Zeit umfasste die Kapelle 18 Mann. 1952 übernahm Richard Haberer, ein Heimatvertriebener und ehemaliger Militärmusiker, die Leitung der Kapelle.

Vordere Reihe von links: Richard Haberer (Dirigent), Schiele Martin, Nuscheler Willi, Wodicka, Berkmüller MagnusHintere Reihe von links: Haberstock Martin, Haberstock Hans, Herrmann Albert, Schedel Martin, Losert Rudolf, Haberstock Ferdinand, Socher Joachim, Völk Xaver, Holl Andreas, Haslach Michael, Holl Josef, Heiserer Josef, Thomas, Ried Peter

 

Auch in den 50er Jahren hatte die Kapelle zahlreiche Auftritte. So z.B. Volksfeste in Schongau, Veteranenjahrtage in Schwabniederhofen, Faschingsbälle in Sachsenried, Glockenweihe am 25.2.1951 in Altenstadt, ferner hauptsächlich Hochzeiten und Faschingsveranstaltungen. 1954 war es Martin Haberstock, der die schwere Aufgabe und viele Mühe nicht scheute, um aus eigener Initiative 16 junge Musiker auszubilden. Die Proben wurden in seiner Schreinerwerkstatt durchgeführt.Weihnachten 1955 war es soweit: zusammen mit 11 „altgedienten“ Musikern wurde unter der Stabführung von Richard Haberer ein Konzert im Gasthaus Neuwirt abgehalten. Die Zuhörer waren begeistert von den Darbietungen der Kapelle.Die Harmonie zwischen jungen und „älteren“ Musikern währte allerdings nicht allzu lange, so dass in den folgenden Jahren fast alle „alten“ Musiker Abschied von der Kapelle nahmen. Nur Es-Hornist Martin Schiele blieb der Kapelle treu.Bis zum Jahre 1961 war Richard Haberer Dirigent der Kapelle. Aus Altersgründen machte er einem jungen Dirigenten Platz. Der Abschied fiel im sehr schwer, denn er hielt zur Jugend.

Von links stehend: Peter Emter (Schwabbruck), Alois Strommer, Socher Joachim, Sauer Alfred, Socher Willi, Bierdümpfl Ernst, Thoma Paul, Zwick Rudolf, Reich Peter, Schiele Martin, Dolch Hermann, Reich Franz, Reich Michael, Rainer KneidlKnieed von links: Reich Leonhard, Schedel Martin, Reichhart Georg

 

An seine Stelle trat nun Rudolf Zwick aus Schwabbruck, der bereits seit 1959 als 1. Flügelhornist bei der Kapelle mitwirkte. In den folgenden Jahren war es hauptsächlich Dirigent Zwick, der immer wieder junge Musiker heranbildete und sie in die Kapelle einbaute.1965 trat die Kapelle dem Allgäu-Schwäbischen Musikbund bei. Die musikalische und organisatorische Leitung hatten Dirigent Rudolf Zwick und Es-Klarinettist Hermann Dolch. Seither wirkt die Kapelle bei Musikfesten und Wertungsspielen mit.Der Wunsch nach einer einheitlichen Kleidung ging 1966 in Erfüllung. Dank großzügiger Unterstützung der Bevölkerung und der Gemeinde konnte eine neue Tracht beschafft werden.

Unten von links: Helwig Kimmig, Hermann Dolch, Ernst Bierdümpfl, Paul Thoma, Karin Bierdümpfl, Rudolf Zwick, Brigitte Zwick, Reinhard Slama, Albert Hadersbeck, Joachim Ranz, Martin Schedel, Georg ReichhartZweite Reihe von links: Peter Reich, Leonhard Reich, Hans Reich, Franz Reich, Alois Strommer, Konrad Reich, Manfred Zwick, Franz Gast, Gottlieb KranzfelderHintere Reihe von links: Heinz Spinler, Heinrich Meßmer, Joachim Socher, Herbert Hör, Bernhard Bielmeier, Franz Landes

 

Dass auch die Geselligkeit nicht zu kurz kam, beweisen die Ausflüge nach Tirol, nach Asperg, Elgersweiher, Bechtolsheim und Waldenbuch.Ab 1970 wird wieder eine offizielle Chronik und somit kontinuierliche Aufzeichnungen überdie Aktivitäten geführt. Zu diesem Zeitpunkt umfasste die Kapelle 23 Musiker.Neben den alljährlich wiederkehrenden Veranstaltungen und üblichen Anlässen wie Neujahranblasen, Faschingszügen, Jahreskonzerten, Fronleichnamsumzügen, Musikfesten, Hochzeiten, Beerdigungen und Veteranenjahrtage seien insbesondere Veranstaltungen der folgenden Jahre erwähnt an denen die Blaskapelle als wesentlicher Faktor beteiligt war:22./23. Mai 1971 100 Jahrfeier des Veteranenvereins mit Fackelzug, Standkonzert, Weckruf und Festzug.27.August -5. September 1971 Gauschiessen in Altenstadt – Festmusik und Festzug.31.August -9. September 1973 Gauschiessen in Altenstadt mit Festwoche.9./10. Oktober 1974 100 Jahrfeier der Feuerwehr Altenstadt mit Festabend und Kirchenzug.16.- 20. Juni 1976 30-jähriges Bestehen des TSV Altenstadt mit Eröffnungs- und Festabend sowie eines Feldgottesdienstes.1977 war für die Kapelle ein bewegtes Jahr. Im Januar verstarb der ehemalige Dirigent Peter Ried. Im April fand erstmals das Frühjahrskonzert, bei großem Anklang, in der Schulturnhalle statt. Am 1. Mai wurde der erste Maibaum unter musikalischer Begleitung aufgestellt. Im Juni beteiligte sich die Kapelle 2 Tage bei einem internationalen Musikertreffen in Waldenbuch und beim Bezirksmusikfest in Pfronten. Mehrere Bierzeltauftritte, Jubiläumsfeste, Bundeswehrveranstaltungen und die Feuerwehrhauseinweihung in Schwabniederhofen füllten das Musikerjahr zusätzlich.Insgesamt wurden37Veranstaltungen bestritten.Bei der Generalversammlung der Kapelle zum Jahresende wurde beschlossen, anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Kapelle im Jahr 1979 auch das Bezirksmusikfest des Bezirks III Füssen im Allgäu-Schwäbischen Musikbund durchzuführen.Das bevorstehende 10. Bezirksmusikfest und 100jährige Jubiläum warfen ihre Schatten voraus. Bereits ab Herbst 1978 begannen die Vorbereitungen. Um die Arbeit bewältigen zu können wurde auf der Jahresversammlung der Festausschuss zusammengestellt. Es waren dies die Musiker Dolch Hermann, Reichhart Georg, Zwick Rudolf, Strommer Alois, Hör Herbert, Hadersbeck Albert, Landes Franz, Reich Franz, Bielmeier Bernhard und Spinler Heinz. Der Ablauf des Festes wurde wie folgt festgelegt: Freitag 06.07.1979,19.30 Uhr Bieranstich und Unterhaltungsabend mit den 5 Musikkapellen der VG-Altenstadt; Samstag 07.07.1979, 13.15 UhrBeginn der Wertungsspiele, 19.30 Uhr Festakt in der Turnhalle, 20.00 Uhr Festzeltbetrieb mit den Stadtkapellen Schongau und Waldenbuch; Sonntag 08.07.1979, 5.00 Uhr Weckruf, 6.45 Uhr Fortsetzungder Wertungsspiele, 10.00 Uhr Gemeinsamer Abmarsch zum Feldgottesdienst, 11.00 Uhr Frühschoppenkonzert im Festzelt mit der Stadtkapelle Waldenbuch, 13.15 Uhr Gesamtchor,14.00 Uhr Festzug,16.00 Uhr Bekanntgabe der Wertungsergebnisse, 20.00 Uhr Festlicher Ausklang im Zelt.Die Schirmherrschaft übernahm Bürgermeister Gregor Deschler.

Neben den üblichen anfallenden musikalischen Aktivitäten stand das Jahr 1979 ganz unter dem Zeichen des 100jährigen Jubiläums und des Musikfestes.So wurde bereits das Frühjahrskonzert als Jubiläumsveranstaltung bestritten.Endlich war es so weit. Am 5. Juli konnte das Festzelt für das sicher bisher größte Fest in der Geschichte der Blaskapelle aufgestellt werden.06. – 08. Juli 1979. 10. Bezirksmusikfest des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes, Bezirk III Füssen verbunden mit dem 100-jährigen Jubiläum der Blaskapelle Altenstadt. Eine detaillierte Beschreibung des Festes würde den Rahmen dieser Chronik sprengen. Es wurde über 3 Tage hinweg gefeiert, zur Unterhaltung und im Wettstreit musiziert. Der gesamte Ort und auch die Nachbarkapellen waren mit eingebunden.An den Wertungsspielen beteiligtensich 29 Kapellen und 42 Kapellen waren beim Festzug dabei. Beeindruckend und eine Demonstration für die Blasmusik war der Massenchor mit über 1000 Musikern. Ein farbenprächtiges Bild boten die Fahnenabordnungen und Festwagen der Vereine sowie die Gespanne und Reitergruppen. Allerseits gab es nur Lob und Anerkennung für die hervorragende Organisation und den reibungslosen Ablauf des Festes. Sicher war dies im wesendlichen ein Verdienst des 1. Vorstandes Hermann Dolch. Nur für das Wetter scheint er nicht zuständig gewesen zu sein. Als letzte Kapellen im Festzug wurden wir von einem Wolkenbruch überrascht. Es schüttete wie aus Kübeln und das Wasser stand uns in den Schuhen. Das Fest aber konnte dieser Regen nicht trüben.Zum Ausklang des Festes am Sonntagabend heizten wir den zahlreich erschienenen Festzeltbesuchern, trotz durchnässter Tracht, mit Stimmungsmusik noch einmal tüchtig ein.

Blaskapelle Altenstadt im Jubiläumsjahr 1979. Reihe von links: Hermann Dolch, Reinhard Slama, Albert Hadersbeck, Rudolf Zwick, Ernst Bierdümpfl, Paul Thoma, Martin Schedel, Georg Reichhart2. Reihe von links: Holger Zwick, Richard Kögl, Wilhelm Dreher, Josef Reßl, Hermann Dolch, Werner Golling, Robert Reßl3. Reihe von links: Leonhard Reich, Heinz Spinler, Heinrich Meßmer, Konrad Reich, Rudi Thiel, Joachim Socher, Manfred Zwick, Franz Gast, Hans Emter, Peter Reich4. Reihe von links: Franz Reich, Hans Reich, Alois Strommer, Herbert Hör, Joachim Socher sen., Peter Gell, Franz Landes, Bernhard Bielmeier, nicht auf dem Bild Helwig Kimmig

 

Das Musikfest war gerade 3 Tage verklungen so wurden wir bereits wieder gefordert. Der damalige Bayrische Ministerpräsident und Kanzlerkandidat der Union Franz Josef Strauß kam anlässlich der Ehrenringverleihung nach Altenstadt. Wir empfingen den hohen Gast mit Marschmusik, und anschließend umrahmten wir die Feierstunde musikalisch. Im Dezember 1979 nahm unser Dirigent Rudolf seinen abschied als Bezirksleiter des Bezirkes III Füssen. Die schlechte Beteiligung der Bezirkskapellen beim Musikfest war sicher der Grund dass er nicht mehr kandidierte. Zum neuen Bezirksleiter wurde Josef Linder aus Rosshaupten gewählt.Bei der Generalversammlung im Januar 1980 wurde die Vorstandschaft bestätigt. Es wurden gewählt: 1. Vorstand Hermann Dolch, 2. Vorstand Georg Reichhart, Schriftführer Alois Strommer, (Vertr. Herbert Hör) Kassier Albert Hadersbeck, 1. Dirigent Rudolf Zwick, 2. Dirigent Franz LandesIm Juni war die Kapelle für 2 Tage nach Altenstadt an der Waldnaab eingeladen. Anlässlich des 10.jährigen Bestehens des dortigen Förderkreises Jugendmusik umrahmten wir das Fest. Im August hieß es Abschied nehmen von Pfarrer Mutzel der über zehn Jahre sehr segensreich in Altenstadt gewirkt hatte. Schon drei Tage nach dem Weggang von Pfarrer Mutzel konnte die Pfarrgemeinde seinen Nachfolger Pfarrer Alois Linder willkommen heißen. Die Blaskapelle begleitete ihn mit Marschmusik zur Basilika. Auch die feierliche Installation am 21. September wurde von der Kapelle mitgestaltet.1981 – Das Frühjahrskonzert war verbunden mit der Vorstellung einer neuen Tracht für die Kapelle.

1981 - Unten von links sitzend: Hermann Dolch sen., Ernst Bierdümpfl, Albert Hadersbeck, Rudolf Zwick, Willi Dreher, Richard Kögl, Paul Thoma2. Reihe von links: Andreas Reich, Holger Zwick, Werner Golling, Robert Reßl, Herbert Hör, Joachim Socher, sen., Hans Emter, Martin Schedel3. Reihe von links: Georg Reichhart, Helwig Kimmig, Konrad Reich, Heinz Spinler, Heinrich Meßmer, Rudi Thiel, Joachim Socher jun., Manfred Zwick4. Reihe von links: Franz Landes, Peter Gell, Bernhard Bielmeier, Leonhard ReichHintere Reihe von links: Peter Reich, FRanz Reich, Hans Reich, Alois Strommer, Josef Reßl, Hermann Dolch jun.

 

Unter Anwesenheit von zahlreicher Prominenz aus Politik, Kirche und der ASM Bezirksvorstandschaft erläuterte der Bezirksheimatpfleger von Oberbayern Paul Ernst Rattelmüller die neue Tracht die an Hand von Votivtafeln in der HL. Kreuzkirche in Schongau zusammengestellt wurde.Große Aufregung herrschte am 6. August in und um die Kaserne. Bundespräsident Karl Carstens stattete der Garnison Altenstadt einen Besuch ab. Da durfte natürlich auch die Blaskapelle nicht fehlen. Der Bundespräsident bedankte sich persönlich bei der Kapelle und Dirigent Zwick. Im Rahmen der Sendereihe „Oberbayern-Regional“ gastierte der Bayr. Rundfunk am 29. Oktober 1981 in Altenstadt. Bei dieser Sendung kamen wir zu unserem ersten Auftritt im RundfunkFür die Jahre 1982/83 sind die Ausflüge nach Villanders (Südtirol) und nach Altenstadt an der Iller zu erwähnen.Überraschend war im Juni 1983 jedoch der Rücktritt des 1. Vorstandes Hermann Dolch sen. Da er und die gesamte Vorstandschaft doch erst im Januar zuvor in ihrem Amt bestätigt worden waren. Die Amtsgeschäfte wurden von Georg Reichhart übernommen. Bei der Generalversammlung im Januar 1984 wurde Franz Landes zum 1. Vorstand gewählt. Mit dem Frühjahrskonzert 1984 kam auch der Durchbruch in der Akzeptanz bei der Bevölkerung von Altenstadt. Nach dem wir erstmals am Sonntag spielten waren es über 300 Besucher was bis heute konstant anhielt. Im Oktober veranstalteten wir zusammen mit der Feuerwehr das erste Weinfest. Dies ist inzwischen, mit ständig steigender Besucherzahl zu einem festen Bestandteil im Musikerjahr geworden. Das Jahr 1985 stand im Zeichen des Gauschützenfestes, zu dem wir auch unsere befreundete Musikkapelle aus Altenstadt Illereichen eingeladen hatten. Im Herbst ging es dann noch gemeinsam mit den Frauen zu einem Ausflug nach Wengen ins Abteital in Südtirol.Bei der Generalversammlung 1986 stellte sich Vorstand Landes und Schriftführer Strommer nicht mehr zur Wahl. Nach 2 jähriger Auszeit wurde Hermann Dolch sen. wieder zum 1. Vorstand gewählt. Die weitere Vorstandschaft setzte sich wie folgt zusammen: 2. Vorstand Georg Reichhart, Schriftführer Herbert Hör, Kassier Albert Hadersbeck, Jugendvertreter Richard Kögl, Beisitzer Heinz Spinler und Franz Landes, Notenwart Joachim Socher.Beim Frühjahrskonzert 1986 wurde Rudolf Zwick für 25 Jahre Dirigent und über 40 Jahre aktiver Musiker, mit der „Großen Silbernen Bundesmedaille“ dem Ehrenteller der Gemeinde und einem Urlaubsgutschein von der Kapelle geehrt. Für dasJahr 1987 ist das 40järige Musikerjubiläum des Trommlers Martin Schedel und der Musikerausflug nach Vigo da Fassa in Oberitalien zu erwähnen. Am 5. Oktober 1987 umrahmten wir die Feierlichkeiten anlässlich des 65. Geburtstages von Bürgermeister Deschler und der Ehrenringverleihung an den Jubilar.1988 war für die Blaskapelle Altenstadt das musikalisch erfolgreichste Jahr. Im Mai spielten wir vor 40 000 Besuchern beim Bundesligaspiel des FC-Bayern gegen den VFB-Stuttgart im Olympiastadion in München.Beim Musikfest in Lechbruck stellten wir uns zum erstenmal in der Oberstufe der Bewertung und erreichten einen 1. Rang mit Belobigung. Die absolute Steigerung war im August 88 beim Musikfest in Wildsteig, wo wir als kleinste Kapelle (24 Musiker) in der Oberstufe mit der Höchstpunktezahl, einen „1. Rang mit Auszeichnung „ erzielten. Leider endete das Jahr getrübt. Rudolf Zwick musste aus gesundheitlichen Gründen, nach 27 Jahren das Amt des Dirigenten niederlegen. Bei der Generalversammlung im Dezember 1988 wurde Franz Landes sein Nachfolger. Bei dieser Versammlung wurde einstimmig die Blaskapelle Altenstadt zum eingetragenen Verein (e.V.) mit ordnungsgemäßer Satzung bestimmt. Das Amt des Schriftführers und Chronisten wurde geteilt1. Vorstand Hermann Dolch sen., 2. Vorstand Georg Reichhart, 1. Dirigent Franz Landes, 2. Dirigent Holger Zwick, Schriftführer Herbert Hör, Kassier Albert Hadersbeck, Jugendleiter Richard Kögl, Notenwart Joachim Socher, 1. Beisitzer u. Chronist Alois Strommer, 2. Beisitzer u. Inventarverwalter Andreas Reich. Das Frühjahrskonzert 1989 stand ganz im Zeichen des Abschieds von Rudolf Zwick als Dirigent. Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung wurde er zum Ehrendirigenten ernannt.

Vizepräsident Alfred Rothärmel (v.l.) verleiht die Pro-Musica-Plakette an Dirigent Franz Landes und 1. Vorstand Hermann Dolch

 

Nach umfangreichen Researchen über die Gründung und die Geschichte der Blaskapelle Altenstadt wurde ihr 1989 die Auszeichnung der „PRO MUSIKA-PLAKETTE für über 100 Jahre instrumentales Musizieren zuerkannt. Vor über 300 Gästen und zahlreichen Ehrengästen, darunter MdB Michaela Geiger, Landrat Manfred Blaschke, Bürgermeister Deschler und Bezirksleiter Josef Linder überreichte der Vizepräsident des ASM Alfred Rothärmel beim Festabend am 29 Oktober die Plakette, sowie die Bronzemedaille am weißblauen Band.Eine Ausstellung über die 110 jährige Geschichte der Kapelle, zusammengestellt von Schriftführer Herbert Hör rundete die Festveranstaltung ab.1990 war ein politisches Jahr. Unser langjähriger Ansager Georg Thoma wurde am 1. April zum Bürgermeister gewählt. Beim Frühjahrskonzert wurde der bisherige Bürgermeisterund Förderer der Kapelle Gregor Deschler verabschiedet, was seitens der Gemeinde noch offiziell am 2. Mai geschah. Am 3. Oktober umrahmten wir die Gedenkfeier mit der Pflanzung eines Lindenbaumes anlässlich der Wiedervereinigung Deutschlands. Im November wardie hiesige SPD mit der Kapelle für 3 Tage vom SPD-Ortsverein Bochum-Weitmar in den „Ruhrpott“ eingeladen. Dabei machten die „Schwarzen Bayern“ den „Roten Genossen“ mächtig Stimmung.1991 nahm die Kapelle Abschied vom Ehrenmitglied und ehemaligen Dirigenten Martin Haberstock der nach längerer Krankheit im Alter von 77 Jahren verstorben war. Er setzte 1954 durch die Ausbildung von Jungmusikern den Grundstein für den Neuaufbau der Kapelle. Mehrere Musiker sind nach 50 Jahren immer noch aktiv. Mit viel Musik und Fackeln feierte der hiesige Veteranenverein im September 1991 sein 120-jähriges Jubiläum. Zirka 130 Musiker, beteiligt waren auch die Kapellen aus Schongau und Schwabsoien, gestalteten eine feierliche Serenade. Dabei kamen das „Altniederländische Dankgebet“, gesungen vom Kirchenchor mit instrumentaler Begleitung, der „Zapfenstreich“ und historische Märsche zum Vortrag. Für Altenstadt und die Kapelle war es eine beeindruckende Veranstaltung.Die Jahre 1991 und 1992 sind geprägt durch die Ausflüge nach Steinbach im Thüringer Wald und die dortigen Auftritte.Gespannt und neugierig fuhren wir dem Ziel entgegen. Was würde uns „drüben“ in der ehemaligen DDR erwarten? Rückblickend waren alle Besuche, auch der im Jahre 1994 ein Erlebnis. Wir konnten die Menschen mit unserer Musik begeistern und wurden immer herzlichst aufgenommen und bestens bewirtet.Der Ausflug nach Tschechien, zusammen mit unseren Frauen, war 1993 der Höhepunkt des Musikerjahres. In drei Tagen besuchten wir die Kurorte Marienbad und Karlsbad sowie die „Goldene Stadt“ Prag. Bei der Anfahrt konnte der Busfahrer wegen gesundheitlicher Probleme nicht mehrweiterfahren, doch zum Glück waren unter den Musikern drei Busfahrer, und so konnten wir die Fahrt fortsetzen.

Von links: Hermann Dolch, Franz Reich, Leonhard Reich, Georg Reichhart, Heinz Spinler, Alois Strommer und Paul Thoma jeweils mit Gattin

 

Das Frühjahreskonzert 1994 stand ganz im Zeichen der Ehrungen von den Musikern Dolch Hermann sen., Thoma Paul, Spinler Heinz, Reichhart Georg, Reich Leonhard, Reich Franz und Strommer Alois für 40jähriges aktives musizieren. Bezirksleiter Josef Linder meinte, so viele 40-jährige Musiker auf einmal seien bisher noch nie zusammen geehrt worden. Von der Gemeinde wurden sie mit der „Großen Silbermünze“ ausgezeichnet. Der 2. Vorstand Hör hielt im Namen der Kapelle die Laudatio auf die Geehrten.Die große Überraschung aber war, als sich die Musikerinnen in ihren neuen Dirndl`n vorstellten. Die Damen sind seitdem, neben ihrer musikalischen Leistungen immer ein optischer Gewinn bei den Auftritten der Kapelle.1995, beim Landesmusikfest in Füssen, präsentierten sich 7000 Musiker/innen. Wir beteiligten uns am Gesamtchor und Festzug. In Altenstadt war sicher die Europameisterschaft im Behindertenradsport der Höhepunkt des Jahres. Festzug, Eröffnungsfeier und „Bayerischen Abend wurden von uns mitgestaltet. Bei der Jahreshauptversammlung erklärte Dirigent Franz Landes, aus Rücksicht auf Beruf und Familie, für das kommende Jahr seinen Rücktritt. Die Versammlung beschloss die Dirigentenstelle auszuschreiben. DasJahr 1996 brachte für die Musikkapelle und für die Pfarrgemeinde große Veränderungen.Das Dirigentenamt wechselte von Franz Landes zu Heinz Strauch, dem ehemaligen Dirigenten der Blaskapelle Schwabsoien. Wir und die Pfarrgemeinde nahmen Abschied von Pfarrer Alois Linder der nach Augsburg-Lechhausen versetzt wurde. Bei der feierlichen Installation im September konnten wir unseren neuen Pfarrer Siegfried Beyrer begrüßen.Die Jahreshauptversammlung im November musste 2. Vorstand Hör leiten, da der 1. Vorstand Hermann Dolch aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war. Die erforderlichen Neuwahlen ergaben folgende Vorstandschaft: 1. Vorstand Andreas Reich, 2. Vorstand Herbert Hör, Chronist Alois Strommer, Schriftführerin Ulrike Scholz, 1. Beisitzer Franz Landes, 2. Beisitzer Hubert Oberhauser. Jugendleiter Richard Kögl und Notenwart Hermann Dolch jun.. Die Aktivitäten des neuen Dirigenten hielten nicht lange an. Bereits beim Frühjahrskonzert im März 1997 musste der 2. Dirigent Holger Zwick die Stabführung übernehmen. Bei diesem Konzert wurden Franz Landes für seine 7-jährige Dirigententätigkeit und Hermann Dolch sen. für sein 25.-jähriges Amt als Vorstand geehrt.Das Publikum undMusiker waren mit Holger Zwick als Konzertdirigent vollauf zufrieden, und so ließ er sich überreden das Amt des 1.Dirigenten zu übernehmen.Mit Andreas Reich als 1. Vorstand und Holger Zwick als Dirigent etablierte sich somit eine neue Generation in der Kapelle.Die Senioren der Kapelle, heute alle über 40 Jahre bei der Kapelle, widmen sich seit 1998 zusätzlich der Pflege alter überlieferter bayerischer Musik. Beim 70. Geburtstag des Ehrenmitgliedes Martin Schedel wurden sie erstmals als die Gruppe „Spätlese“ benannt. Im Herbst 1998 war die Blaskapelle zum zweitenmal von der SPD nach Bochum eingeladen. Bei einem Standkonzert dirigierte der damalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Wolfgang Clement gekonnt einen Marsch und war recht besorgt, weil die Bayern so lange kein Bier bekamen. Zeichnete sich etwa damals schon sein Wunsch ab, Wirtschaftsminister zu werden?

Ministerpräsident Wolfgang Clement dirigiert die Blaskapelle Altenstadt

 

Über die Jahrzehnte hinweggesehen waren wir für viele, unterschiedlichste Veranstaltungen engagiert, so ist es nicht verwunderlich dass wir auch einmal einem Hochstapler bzw. Möchtegern-Veranstalter auf den Leim gingen, in diesem Fall war es jedoch eine Frau die uns für Juni 1999 zu einer großen Benefizveranstaltung nach Bokum/Hövel in Nordrhein-Westfalen eingeladen hatte. Nach 10 Stunden Fahrzeit erwarteten die Musiker viele negative Überraschungen. So sollten wir zur Übernachtung in Bundeswehrzelten untergebracht werden.

Die Organisatorin war nicht anzutreffen. Unsere geplanten Auftritte zerplatzten wie eine Seifenblase. Musiker lassen sich jedoch nicht so schnell die Laune verderben zumal wenn die Verköstigung mit Brotzeit und Bier stimmen. Wer musiziert findet rasch Freunde! In diesem Falle war es Bauer Hennes. Durch die von ihm, für die Kapelle organisierten Spontanauftritte, und die von ihm servierten Brotzeiten, wurde die Tour nach Nordrhein-Westfalen noch zu einem versöhnlichen und abenteuerlichen Erlebnis.19./20. Juni 1999.Die Freiwillige Feuerwehr Altenstadt feierte ihr 125jähriges Jubiläum .Der Festabend, Weckruf, Kirchenzug mit Festgottesdienst undFestzug wurden von der Blaskapelle musikalisch umrahmt. Anzumerken seinoch, die Musiker/innen freuen sich immer und sehen es als Wertschätzung an wenn sie spontan zu einer Brotzeit eingeladen werden, so geschehen beim angeführten Weckruf.Zu den beeindruckendsten Erlebnissen der letzten Jahre zählen die Reisen nach Amerika in den Jahren 1999 und 2001. Eingeladen von der 2.Deutschen Luftwaffenausbildungsstaffel ging es nach Pensacola in Florida. Bekannt ist der Ort, durch die Kunstflugstaffel „Blue Angel“, die weltweit bekannt istOffizieller Anlass für unsere Verpflichtung war jeweils ein „Little Oktoberfest“, für mehrere Hundert Besucher, veranstaltet von den deutschen Soldaten für ihre amerikanischen Kollegen.Das Publikum war begeistert! Die Besucher, darunter viele deutschstämmige Amerikaner reisten mehrere hundert Kilometer an, um bayerische Blasmusik zu hören. Neben dem Umfangreichen Rahmenprogramm bei beiden Reisen, seien besonders die Abstecher nach New Orleans, der Weltstadt des Jazz zu erwähnen. Der Südstaatenflair am Mississippi und vor allem in der berühmten „Bourbon Street“, wird immer in Erinnerung bleiben. Bei der ersten Reise 1999 wurde beim Rückflug ein Zwischenstop in Washington eingelegt. Dabei bleiben die Besichtigungen des Capitols, des Lincoln-Denkmals sowie des Weißen Hauses in Erinnerung. War beim erstenmal nur die Anreise anstrengend, (33 Stunden, bedingt durch viele Umwege) so lag über der zweiten Reise im Oktober 2001 der Schatten des 11. Septembers. So waren wir überrascht, dass trotz dieses, die ganze Welt schockierendenVerbrechens, das „Little Oktoberfest“ auf Wunsch der Amerikaner stattfinden sollte. Von anfänglichen Bedenken, Zweifeln und Ängsten waren die Vorbereitungen und der Reisebeginn begleitet, die durch die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen noch verstärkt wurden. Der geplante und auch durchgeführte Zwischenstopp in New York machte das Ganze noch prekärer. Rückblickend betrachtet, war der Besuch in New York das beeindruckendste Erlebnis dieser Reise. Die Weltstadt standunter dem Schock des grausamen Anschlags, - trotzdem das pulsierende Leben zwischen den Wolkenkratzern des Rockefeller-Centers der Wall Street, dem Broadway und dem Time Square. Die riesige Unglücksstätte des „ Ground zero“, dazu die St Patrick Kathedrale in der an diesem Tag ein Gedenkgottesdienst der Feuerwehrleuten stattfand.Die Ruhe im Central-Park, - der Blick auf die Sky Line von Manhattan, und als krönender Abschluss des New York-Besuches, am Abend die Fahrt auf das Empire State Building, - nun wieder höchstes Gebäude der Stadt. Bedrückend einerseits, die Rauchschwaden über dem Trümmerhaufen des World Trade Center,faszinierend dagegen der Blick auf das Lichtermeer der nie zur Ruhe kommenden Stadt. Man konnte sich nicht satt sehen.Waren für die Musiker der 20iger/30iger Jahre Auftritte in München die prägenden Erlebnisse, so bleiben wohl diese beiden USA-Reisen 1999/2001 die beeindruckendsten Erlebnisse der jetzigen Musikergeneration.

Zwischen den beiden Reisen sei für 2000 die 125-Jahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr Schwabniederhofen erwähnt. Bei vielen Besuchern umrahmte die Kapelle den Feldgottesdienst und spielte anschließend zur Unterhaltung auf.Bei der Jahreshauptversammlung imDezember 2000 übergab Andreas Reich nach 4 Jahren sein Amt als 1. Vorstand an Hermann Dolch jun.und übernahm die Aufgabe des Kassiers.Im Juni 2001 war Musikerausflug angesagt. Bei herrlichem Wetter und hervorragendem Essen verbrachten wir zwei wunderschöne Tage auf der Plose in Südtirol.3. März 2002.Mit fast 83 Prozent konnte Albert Hadersbeck, unser ehemaliger Kassier und Klarinettist die Bürgermeisterwahl für sich entscheiden. Dabei ist es guter Brauch dass die Kapelle dem jeweils Neugewählten spontan vor dem Rathaus ein kleines Ständchen darbringt. Im Mai spielten wir Bürgermeister Georg Thoma anlässlich seiner Verabschiedung und Ernennung zum Altbürgermeister ein Ständchen. Den anschließenden Festakt umrahmten drei Bläsergruppen.3. bis 11 August 2002Altenstadt richtete die Rad-Weltmeisterschaft der Behinderten aus. Der Ort wurde von seinen Vereinen und den vielen freiwilligen Helfern hervorragendpräsentiert.Auch die Blaskapelle trug wesentlich dazu bei. Die musikalische Umrahmung der Eröffnungsfeier, der Festzug mit noch weiteren 5 Musikkapellen und die abschließende Siegerehrung waren die Höhepunkte unseres Beitrages zu diesem sportlichen und kulturellen Ereignis.Im Jahre 2003 lag unser Hauptaugenmerk auf den Vorbereitungen zum Musikfest und Jubiläum. Beim Frühjahrskonzert wurden die Musiker Hans Reich und Herbert Hör für ihr 40-jähriges aktives Musizieren und ihre engagierte Treue zur Blaskapelle geehrt.Im Jubiläumsjahr 2004 präsentiert sich die Blaskapelle Altenstadt als eine Gemeinschaft von über 40 Musikern und Musikerinnen mit extrem unterschiedlicher Altersstruktur. Ist einerseits die Jugendkapelle eine tragende Säule für die modernen Rhythmen, so sind es die älteren,langjährigen Musiker die ihre Beständigkeit und Erfahrung in der traditionellen Blasmusik einbringen. Besonders zu erwähnen ist dabei die Gruppe von Musikern die bereits 50 Jahre aktiv bei der Blaskapelle sind. Bei gegenseitiger Wertschätzung und Unterstützung wird diese Gemeinschaft von Jung und Alt durch die Freude an der Musik auch über das Jubiläumsjahr hinaus Bestand haben. Seit 125 Jahren hat die Blaskapelle Altenstadt unter oft großen persönlichen Opfern das kulturelle Leben in Gemeinde und Pfarrei mitgestaltet, Traditionen gepflegt, sich auch den modernen Einflüssen geöffnet und damit das Gemeinschaftsleben im Ort und bis auf internationaler Ebene bereichert. Der Gemeinde Altenstadt, allen Musikern und Gönnern, die die Kapelle in guten und schlechten Zeiten wohlwollend begleitetund unterstützt haben, möchten wir an dieser Stelle herzlichen Dank sagen.